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                                Skatfindungen

Die wichtigste Voraussetzung für den Reizvorgang ist eine Bewertung der eigenen Karten.

Es sollte dabei der Grundsatz gelten: „Reize nie auf den Skat“.

So richtig dieser Grundsatz auch ist, so sollte man doch den Skat in seine Überlegungen mit einbeziehen- sowohl im positiven als auch im negativen Sinne.

Im positiven Sinne so, dass es durchaus wahrscheinlich ist, sein Blatt durch den Skat wesentlich zu verbessern; besonders wenn eine große mögliche Zahl von Karten im Skat das Spiel entscheidend verbessern kann.

Die Wahrscheinlichkeit zum Finden von einer oder von zwei "guten Karten" im Skat zeigt das folgende Bild.

Die blaue Linie zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der eine gute Karte gefunden wird. Diese nähert sich progressiv der 100%-Grenze an.

Ist man jedoch darauf angewiesen, zwei "Gute Karten" im Skat zu finden, um sein Spiel zu gewinnen, so zeigt dies die Lila-Kurve. Sie nähert sich nur degressiv der 100%-Marke an. Zum Vergleich noch einmal die Tabelle 2 mit allen Zahlen.

  Wahrscheinlichkeit
n 1 gute Karte im Skat 2 gute Karten im Skat
1 9,1% 0,0%
2 17,8% 0,4%
3 26,0% 1,3%
4 33,7% 2,6%
5 41,1% 4,3%
6 48,1% 6,5%
7 54,6% 9,1%
8 60,6% 12,1%
9 66,2% 15,6%
10 71,4% 19,5%
11 76,2% 23,8%
12 80,5% 28,6%
13 84,4% 33,8%
14 87,9% 39,4%
15 90,9% 45,5%
16 93,5% 51,9%
17 95,7% 58,9%
18 97,4% 66,2%
19 98,7% 74,0%
20 99,6% 82,3%
21 100,0% 90,9%
22   100,0%

Die markierten Zahlen zeigen Werte, die man sich einprägen sollte! Immerhin sind vermutete 7 "Gute Karten" im Skat nötig, um diese mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% zu finden. Braucht man hingegen zwei gute Skatfindungen, so müssen mindestens 16 Karten dafür in Frage kommen und außen stehen!

Die Skatfindung von einem oder zweier Buben im Skat zeigt die folgende Tabelle:

  ohne Kartenaufnahme mit Kartenaufnahme Skat
Karten 32 22 2
Skat-Kombinationen 496 231  
ohne Buben 23,8% 33,8% 1
ohne Buben 1,2% 2,6% 2
mit 1 Bube 18,1% 26,0% 1
mit 1 Bube 0,6% 1,3% 2
mit 2 Buben 12,5% 18,2% 1
mit 2 Buben 0,4% 0,9% 2
mit 3 Buben 6,3% 9,1% 1

Ein typisches Beispiel beim Reizen einer Null-Ouvert in Mittel- oder Hinterhand soll das verdeutlichen: Blatt 1:

Um den Nullouvert zu gewinnen, müssten folgende Karten im Skat liegen:

Kreuz-As, Herz-Acht, Herz-Zehn, Herz-Bube, Pik Sieben, Pik-Acht, Karo-Sieben, Karo-Acht.

Die Wahrscheinlichkeit, eine dieser 8 Karten im Skat zu finden, beträgt nur 60 % (vgl. Tabelle).

Man wird also so ein Blatt nur dann reizen, wenn es um "Alles oder Nichts" geht. Blatt 2:

Bedenkt man, das ein As zu viert relativ oft bei Null-Ouvert durchgeht, so kann man im Skat

5 Kreuz-Karten, 5 Herz-Karten, 5 Pik-Karten und Karo-Sieben oder Karo-Acht für einen Sieg finden.

Die Wahrscheinlichkeit beträgt hier 95,7 %- man kann also dieses Spiel "bedenkenlos" reizen.

Stand: 05. Januar 2014